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Ratgeber

Leasing oder Kaufen: Was lohnt sich wann?

399 € im Monat klingen machbar – aber ist Leasing damit günstiger als Kaufen? Die Antwort steckt nicht in der Rate, sondern im Restwert. Hier ist die Rechnung, die Leasing-Anzeigen weglassen.

Stand: Juli 2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten

Die ehrliche Rechnung hinter der Leasingrate

Beim Leasing zahlst du für die Nutzung, nicht für das Auto. Zur beworbenen Monatsrate kommen fast immer dazu: eine Sonderzahlung (Anzahlung), Überführungs- und Bereitstellungskosten (oft 800–1.200 €, gern im Kleingedruckten) und am Ende mögliche Nachzahlungen für Mehrkilometer oder Schäden über normale Gebrauchsspuren hinaus. Am Laufzeitende gibst du das Auto zurück – alles Gezahlte ist endgültig weg, es bleibt kein Gegenwert.

Kaufen: Kapital gebunden, aber der Restwert bleibt

Beim Kauf fließt zwar deutlich mehr Geld, aber ein großer Teil kommt zurück: Das Auto hat nach der Haltedauer einen Restwert, den du beim Verkauf realisierst. Die echten Kosten des Kaufs sind also nicht der Kaufpreis, sondern Kaufpreis minus Restwert – sprich: der Wertverlust, plus die laufenden Kosten.

Beispielrechnung über 4 Jahre

Ein Neuwagen für 40.000 €, 15 % Wertverlust pro Jahr, Leasing-Angebot mit 399 €/Monat und 4.000 € Sonderzahlung. Betriebskosten (Versicherung, Wartung, Energie) fallen in beiden Fällen an und bleiben hier außen vor:

LeasingKauf
Sonderzahlung / Kaufpreis4.000 €40.000 €
Raten (48 × 399 €)19.152 €
Restwert nach 4 Jahren0 €≈ 20.880 €
Echte Kosten23.152 €≈ 19.120 €

In diesem Beispiel ist der Kauf rund 4.000 € günstiger – obwohl sich die Leasingrate harmlos anhört. Je nach Angebot (starke Leasing-Subventionen des Herstellers, hohe Rabatte beim Kauf) kann die Rechnung auch kippen. Genau dafür gibt es den Rechner.

Schnell-Check Leasingfaktor: Monatsrate ÷ Listenpreis × 100. Werte unter 1,0 gelten als ordentlich, unter 0,8 als gut. Aber Achtung: Sonderzahlung und Überführung immer einrechnen, sonst schönt sich der Faktor.

Wann Leasing trotzdem sinnvoll ist

Die Kilometerfalle

Leasingverträge sind auf eine Fahrleistung kalkuliert, meist 10.000–15.000 km pro Jahr. Mehrkilometer kosten typisch 10–25 Cent pro Kilometer. Wer 5.000 km pro Jahr über dem Vertrag liegt, zahlt bei 15 Cent über vier Jahre 3.000 € nach – und genau daran scheitert die Leasing-Rechnung bei Vielfahrern regelmäßig. Für 30.000+ km im Jahr ist der Kauf fast immer die bessere Wahl.

Fazit

Leasing gegen Kauf – mit deinen Zahlen

Der Rechner stellt Barkauf, Finanzierung und Leasing für konkrete Modelle gegenüber – inklusive Restwert, Wertverlust und aller laufenden Kosten.

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