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So funktioniert der Gesamtkostenvergleich

Der Kaufpreis ist nur der Anfang: Was ein Auto wirklich kostet, zeigt sich erst über die gesamte Haltedauer. Der Autovergleich rechnet die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) von zwei Fahrzeugen nebeneinander aus – E-Auto gegen Verbrenner, Barkauf gegen Finanzierung oder Leasing – personalisiert nach deiner Fahrleistung, deinen Energiepreisen und deiner Haltedauer. Diese sechs Kostenblöcke fließen ein:

Wertverlust

Der größte Kostenfaktor überhaupt: je nach Modell 12 bis 20 % pro Jahr. Der Restwert am Ende der Haltedauer wird gegengerechnet – beim Leasing entfällt er, dafür sind die Raten weg.

Energie: Strom oder Kraftstoff

Verbrauch × Fahrleistung × Preis, mit jährlich leicht steigenden Energiepreisen. Hier spielt das E-Auto seinen größten laufenden Vorteil aus – besonders beim Laden zu Hause.

Wartung & Werkstatt

Inspektionen, Verschleißteile, Reifen. Die Kosten steigen mit dem Fahrzeugalter; E-Autos liegen wegen weniger Verschleißteilen meist deutlich unter Verbrennern.

Versicherung

Haftpflicht und Kasko nach Typklasse des Fahrzeugs – ein fixer Jahresbetrag, der sich zwischen den Modellen stärker unterscheidet, als viele erwarten.

Kfz-Steuer

Verbrenner zahlen nach Hubraum und CO₂-Ausstoß meist 50 bis 300 € pro Jahr. Reine E-Autos sind derzeit befreit (je nach Erstzulassung längstens bis Ende 2030).

THG-Prämie

E-Auto-Halter können ihre CO₂-Einsparung über die THG-Quote verkaufen – je nach Anbieter und Marktlage meist 80 bis 300 € pro Jahr, im Rechner als Pauschale zuschaltbar.


Häufige Fragen zum Autokosten-Vergleich

Was kostet ein Auto wirklich im Monat?

Deutlich mehr als Rate oder Tanken: Zu den echten Gesamtkosten (TCO) zählen Wertverlust, Energie (Strom oder Kraftstoff), Versicherung, Kfz-Steuer und Wartung. Bei einem Mittelklassewagen kommen so schnell 400 bis 800 € pro Monat zusammen – der Wertverlust ist dabei meist der größte Einzelposten, obwohl er auf keiner Rechnung auftaucht.

Ist ein E-Auto günstiger als ein Verbrenner?

Häufig ja – aber es hängt vom Fahrprofil ab. E-Autos kosten in der Anschaffung meist mehr, sparen aber bei Energie (vor allem beim Laden zu Hause), Wartung und Kfz-Steuer. Je mehr Kilometer pro Jahr gefahren werden, desto schneller gleicht sich der höhere Kaufpreis aus. Der Rechner zeigt den Break-even-Punkt, ab dem das E-Auto in Summe günstiger ist.

Was ist der größte Kostenfaktor beim Auto?

Der Wertverlust. Neuwagen verlieren je nach Modell rund 12 bis 20 Prozent ihres Werts pro Jahr – am stärksten in den ersten Jahren. Nach fünf Jahren ist oft nur noch etwa die Hälfte des Kaufpreises übrig. Deshalb rechnet der Vergleich den Restwert immer mit ein.

Ist Leasing oder Kaufen günstiger?

Beim Kauf bleibt am Ende der Restwert des Fahrzeugs – beim Leasing sind Anzahlung und Raten endgültig weg, dafür trägt der Leasinggeber das Restwertrisiko. Für lange Haltedauern und durchschnittliche Fahrleistungen ist Kaufen meist günstiger; Leasing kann sich bei kurzer Haltedauer oder gewerblicher Nutzung lohnen. Vielfahrer zahlen beim Leasing oft teure Mehrkilometer.

Was ist die THG-Prämie?

Halter eines reinen E-Autos können ihre eingesparten CO₂-Emissionen über die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verkaufen und erhalten dafür jährlich eine Prämie – je nach Anbieter und Marktlage meist zwischen 80 und 300 €. Im Rechner lässt sie sich als Pauschale zuschalten.

Zahlen E-Autos Kfz-Steuer?

Reine Elektroautos sind derzeit von der Kfz-Steuer befreit (je nach Erstzulassung längstens bis Ende 2030). Verbrenner zahlen abhängig von Hubraum und CO₂-Ausstoß meist zwischen 50 und 300 € pro Jahr.

Wie genau sind die Berechnungen?

Der Rechner nutzt Katalogdaten zu Verbrauch, Unterhalt und Wertverlust von über 1.000 aktuellen Modellen und rechnet mit realistischen Annahmen – zum Beispiel jährlich leicht steigenden Energiepreisen und mit dem Fahrzeugalter wachsenden Wartungskosten. Alle Parameter wie Fahrleistung, Strom- und Spritpreis, Haltedauer und Rabatte lassen sich individuell anpassen.

Ist der Vergleich kostenlos und neutral?

Ja. Der Autovergleich ist kostenlos, ohne Anmeldung nutzbar und herstellerunabhängig – keine Händler-Provisionen, keine bezahlten Platzierungen. Beide Fahrzeuge werden mit identischen Formeln gerechnet.


Ratgeber: Autokosten verstehen